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Herr Scholli und die Gehaltsabrechnung

Ei der Daus, keine Gehaltsabrechnung mehr im Hauspost-Fach! Kein Briefumschlag, kein Papier, nichts. Stattdessen ploppt da so eine schnöde E-Mail in meinem Posteingang auf: “Ihre Abrechnung steht im MyServicePortal bereit.”

Sapperlot, was soll das denn heißen?

Da habe ich mir gedacht, das probier ich doch einfach mal aus. Aber natürlich geht’s mal wieder nicht einfach so!
Nein, zuerst soll ich mich in dieses Portal einloggen. Und womit? Mit meiner Personalnummer. Was denken die sich, dass ich die Nummer im Kopf habe?!?
Natürlich hab ich die nicht im Kopf und auch nicht im Kalender, im Geldbeutel oder unter der Schreibtischunterlage. Also habe ich kurzerhand bei der Personalabteilung angerufen. Ganz klassisch. Wenigstens nutzen die noch den Hörer, aber das ist ja mittlerweile auch schon digital. Trotzdem ging keine KI an das Telefon, die irgendein Kauderwelsch erzählt, sondern eine nette Stimme, die mir ruckzuck die Nummer rausgesucht hatte.

Alter Schwede, im Nachhinein, hätt ich einfach mal in die Anleitung geschaut, dann hätte ich gewusst, dass ich die Personalnummer auch im Gehaltsnachweis gefunden hätte.

Nummer notiert, weiter geht’s. Ich denk: Jetzt wird wohl alles passen. Von wegen! Ich werd’ noch ganz meschugge, jetzt brauch ich auch noch so eine Authentifikations-App. Also wirklich, ich will doch keine Hochsicherheitszone betreten, sondern bloß meine Lohnabrechnung sehen! Was für Kinkerlitzche!
Egal, also App runtergeladen, installiert, eingerichtet, bestätigt, nochmal bestätigt und dann, Potzblitz, bin ich endlich drin.

Und was seh’ ich da? Mein ganz persönliches Gehaltsarchiv, sauber sortiert, ohne Knicke, ohne Flecke, ohne Brimborium. Kein Papier, kein Blätterwald, kein Abheften, einfach da. Ich kann’s anschauen, wann ich will und wenn’s sein muss, runterladen. Alter Schwede, das hätte ich so nicht erwartet!

Ich muss zugeben, das Ganze hat tatsächlich seinen Charme. Kein Ordner mehr im Regal, keine Loseblattsammlung in meiner Schublade. Alles digital, alles griffbereit. Und wenn ich doch mal Papier brauche, ein Klick, und es kommt aus dem Drucker. Fast wie früher, nur eben schneller.

Klar, der Weg dahin war ein kleines Abenteuer. Aber jetzt, wo alles läuft, sehe ich auch die Vorteile. Und da sag noch einer, ich würd’ mich gegen Fortschritt sträuben! Solange sie mir das Ding nicht als „Gehaltsexperience 4.0“ verkaufen wollen, bleib ich dabei.

Bis dahin: Viel Erfolg beim Einloggen und vergesst eure Personalnummer nicht!

Euer Scholli