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Kurse der Genesungsbegleitung –
worum geht es und wie läuft es?

Die Genesungsbegleitung der fwg bietet neben Einzelgesprächen auch Gruppenangebote für Klient*innen an. Derzeit gibt es drei Stück davon: Eine Recovery-Gruppe, eine Austauschgruppe für queere Menschen mit psychischen Belastungen und eine Achtsamkeits-Gruppe. Alle Angebote finden in der Lounge in der Werkstatt Musikantenweg statt.

In diesem Artikel wollen wir etwas genauer auf die jeweiligen Angebote eingehen.

Die Recovery-Gruppe  

Das Recovery-Konzept geht davon aus, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen ein selbstbestimmtes, sinnerfülltes Leben führen können. Dabei ist Symptomfreiheit nicht das Ziel, sondern einen guten Umgang mit den Symptomen zu finden und auch mit ihnen ein zufriedenes Leben zu leben.

Die Recovery-Gruppe hatte ihren Start am 15. Januar, findet 14-tägig donnerstags von 15:00 bis 16:30 statt und erstreckt sich über insgesamt zwölf Termine, wobei jeder Termin ein individuelles Thema behandelt, wie beispielsweise “Auslöser & Frühwarnzeichen”, “Sinnhaftigkeit finden” oder “Hoffnung”. Geleitet wird sie vom Team der Genesungsbegleitung, das aus Kathera Arian und Leo Jensen besteht. Die Anzahl der Teilnehmenden schwankt zwischen sechs und drei Personen pro Termin.

Jeder Termin besteht aus einer Eingangsrunde sowie einer zum Thema passenden Einstiegsfrage. Danach wird das Thema vorgestellt und Begrifflichkeiten erläutert. Im Anschluss wird eine Gruppenaufgabe gestellt, die von den Teilnehmenden in Kleingruppen bearbeitet wird und deren Ergebnisse bei einem offenen Austausch besprochen werden.

Die Recovery-Gruppe ist jederzeit offen für neue Teilnehmende.

Die Austauschgruppe für queere Menschen mit psychischen Belastungen

Da queere Menschen im Vergleich zu cis-hetero Menschen unter anderem durch Diskriminierung und Ausgrenzung mehr als doppelt so häufig an psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen leiden, bietet die Genesungsbegleitung diese Gruppe an. Sie wird geleitet von Leo Jensen, der zusätzlich zu seiner Erfahrung mit psychischer Erkrankung auch einen queeren Hintergrund hat.

Gestartet ist das Gruppenangebot am 19. Januar und findet seitdem jeden dritten Montag im Monat um 15:00 statt, mit einer Dauer von anderthalb Stunden pro Termin. Es wird regelmäßig von sechs bis acht Teilnehmenden besucht. Jeder Termin orientiert sich an einem Thema, das von der Leitung vorbereitet wird. Die Teilnehmenden können dabei Wunschthemen äußern. Bei einem offenen Austausch wird über das jeweilige Thema gesprochen und diskutiert.

Sinn und Zweck der Austauschgruppe ist es, einen besseren Umgang mit der eigenen Erkrankung oder Belastung zu finden, sowie Einsamkeit entgegenzuwirken, indem auf einer Basis von gegenseitigem Verständnis Kontakt zu anderen Menschen aufgebaut werden kann.

Die Gruppe ist jederzeit offen für weitere Teilnehmende, sowohl von innerhalb aus auch von außerhalb der fwg.

Die Achtsamkeits-Gruppe

Achtsamkeit ist ein Zustand bewusster, nicht wertender Aufmerksamkeit gegenüber des aktuellen Moments. Dies wirkt stärkend auf die Selbstwahrnehmung und das Selbstmitgefühl und soll sowohl die psychische als auch die körperliche Gesundheit unterstützen. Auch innere Ruhe ist ein Kernaspekt von Achtsamkeit.

Das Angebot der Achtsamkeit startete bereits vergangenes Jahr und hat kürzlich seinen ersten Durchlauf beendet, wird jedoch weiterhin im zweiwöchigen Rhythmus dienstags um 15:30 fortgeführt. Durchschnittlich wird es von vier bis fünf Teilnehmenden wahrgenommen.

Jeder der einstündigen Termine besteht aus ein bis zwei geführten Achtsamkeits-Übungen, die zum Teil mit leichten Yoga-Übungen kombiniert werden. Vor den Übungen erläutert die Leitung, Kathera Arian, ihre Wirkungen auf Körper und Seele. Der Kurs wird dabei auf Teilnehmenden angepasst, so können zum Beispiel alle Yoga-Übungen problemlos im Sitzen durchgeführt werden.

Es handelt sich um ein fwg-internes Angebot, das am 31. März seinen zweiten Durchlauf startet und offen für neue Teilnehmende ist.